B


ÖVI - EHRENKODEX

 
Dieser Verhaltens- und Ehrenkodex bildet die Grundlage für die Entwicklung einer Standesethik, die einerseits die internen Verhaltensregeln im Berufsstand der Immobilienmakler und andererseits den Umgang mit den Kunden regelt.
Dieses Regelwerk soll gleichgestellte Immobilienmakler zusammenführen und sie zur Einhaltung qualitativer Standards motivieren. Die Kompetenz wird durch hohe Ausbildungsstandards und die Verpflichtung zu ständiger Weiterbildung gesichert. Eine Institutionalisierung dieses Kodexes will verbindliche Verhaltensregeln schaffen und mit der nötigen Durchsetzungskraft versehen. Kontroll- und Sanktionierungsstrukturen unterstützen das ethische Verhalten und erhöhen die Prosperität und Attraktivität. Dieser Kodex ist eine ethische Handlungsbasis für Immobilienmakler. Im Gegenzug werden die Bestimmungen dieses Kodexes den Immobilienmaklern Wettbewerbsvorteile am Markt schaffen.

Prämäbel

Der Ehrenkodex des ÖVI, erstmals eingeführt durch Beschluss der Generalversammlung vom 17.5.2000, ist auf jegliches Handeln und Unterlassen von ÖVI-Mitgliedsbetrieben, deren Inhabern, Organen und Mitarbeitern im Zusammenhang mit der Berufsausübung anzuwenden.
 
Der Ehrenkodes bildet eine Ergänzung zu den allgemeinen Standesregeln der Bundesinnung der Immobilien- und Vermögenstreuhänder, erweitert diese um klar nachvollziehbare Qualitätskriterien und ist gemäß § 18 der ÖVI-Statuten für alle Mitglieder verbindlich.
 
Das Bekenntnis zum ÖVI-Ehrenkodex bedeutet besondere Kundenorientierung, hohe Kompetenz und konsequente Weiterbildung des Unternehmers und seiner Mitarbeiter, höchste Seriosität und Transparenz sowie Bereitschaft zu konstruktiven Kollegenkontakten.
 
Der ÖVI-Immobilientreuhänder versteht sich als Immobilienmanager im Spannungs-feld zwischen optimaler Planung, Errichtung und Bewirtschaftung einer Immobilie aus Sicht des Investors einerseits und der höchstmöglichen Nutzerzufriedenheit andererseits und bedient sich der jeweils modernsten Instrumente, z.B.Facility Management, Total Quality Management, etc.
 
Das ÖVI-Mitglied wird jene Aufträge, die es im Rahmen des eigenen Unternehmens nicht oder nicht zur Gänze erfüllen kann, an Kollegen weiterleiten, bzw. diese namhaft machen oder in Zusammenarbeit mit diesen auszuführen.
 

Unsere Grundsätze

 
1. Allgemeine Verpflichtungen
 
1.1. Kundenorientierung
Der ÖVI-Immobilientreuhänder ist dem Gedanken der Kundenorientierung in höchstem Maße verbunden.
 
1.2. Nachweisbare Aus- und Weiterbildung
Jedes ÖVI-Mitglied verpflichtet sich zur Aus- bzw. Weiterbildung im Umfang von mindestens acht Stunden pro Jahr und fachspezifisch tätigem Mitarbeiter. Diese Schulungsmaßnahmen können firmenintern oder extern erfolgen und sind einmal jährlich dem ÖVI-Büro in geeigneter Form zu dokumentieren.
 

Der ÖVI-Immobilienmakler


 2.2.1. Objektive Markt- und Objektinformation
Der ÖVI-Immobilienmakler ist verpflichtet, bestmögliche objektive Markt und Objekt-informationen (auch über das Objekt hinaus, z.B. Wohnumfeld) zu liefern. Er hat den Auftraggeber von wesentlichen Abweichungen gegenüber dem auf dem Markt erziel-baren Preis aufzuklären. Er hat weiters dem Interessenten alle für die Immobilientransaktion wesentlichen Informationen zu geben und eine schriftliche Objektbeschreibung zu übermitteln.
 
2.2.2. Transparente und verständliche Auftragsgestaltung
Der ÖVI-Immobilienmakler hat transparent, verständlich und detailliert sowohl über die Leistungs- als auch die Honorargestaltung für die Beratungs- und Vermittlungs-tätigkeit zu informieren und die Auftragsverhältnisse klar zu gestalten.
Empfohlen wird die Verwendung der ÖVI-Formulare.
 
2.2.3. Einhaltung der Grundsätze des fairen Wettbewerbs
Der ÖVI-Immobilienmakler garantiert im Fall der Bearbeitung eines Objektes durchmehrere Kollegen die Einhaltung der Grundsätze des fairen Wettbewerbs.

Unser Versprechen:

 
Artikel 1:
Alle JA-Immo Makler sollten über alle wichtigen Angelegenheiten informiert sein, die das Immobiliengeschäft in ihrer Gemeinde, Stadt, Kreis oder Land betreffen.

Artikel 2:
Alle JA-Immo Makler müssen mit den einschlägigen Gesetzen (insbesondere dem Recht des unlauteren Wettbewerbs), Verordnungen, Bestimmungen, Sitten, Gepflogenheiten, Normen und Praktiken vertraut sein, die das Immobiliengeschäft in ihrer Gemeinde, Stadt, Kreis oder Land betreffen.

Artikel 3:
Alle JA-Immo Makler verpflichten sich, regelmäßig an Schulungen und Weiterbildungs- und/oder Informationsveranstaltungen teilzunehmen, um hinsichtlich Technologie, Hilfsmitteln, Fähigkeiten und weiteren Angelegenheiten auf dem neuesten Stand zu bleiben und ihre Karriere voran zu bringen.

Artikel 4:
Alle JA-Immo Makler verpflichten sich, solche Praktiken bei Immobiliengeschäften in ihrer Gemeinde zu unterbinden, die der Öffentlichkeit schaden oder den Immobilien-bereich in Misskredit bringen können. In diesem Zusammenhang sollen Rechts-streitigkeiten von JA-Immo Maklern nur geführt werden, wenn sie unbedingt nötig und unvermeidbar und andere Mittel der Streitbeilegung fehlgeschlagen sind.

Artikel 5:
Kein JA-Immo Makler verschafft sich einen unlauteren Vorteil über einen anderen Immobilienmakler.

Artikel 6:
Bei der Ausübung ihrer Geschäfte sind - ungeachtet Artikel Nr.4 - alle JA-Immo Makler bemüht, Auseinandersetzungen mit anderen Immobilienmaklern zu vermeiden.

Artikel 7:
Ein JA-Immo Makler darf weder öffentlich die Geschäftsgepflogenheiten eines anderen Immobilienmaklers in Verruf bringen, noch von sich aus seine Meinung zu Geschäftstätigkeiten eines anderen Immobilienmaklers äußern. Wird ein JA-Immo Makler um seine Meinung gebeten und hält er es für angemessen sich zu äußern, so ist diese Meinung mit standesgemäßer Zurückhaltung und Höflichkeit zu tun.

Artikel 8:
JA-Immo Makler haben die Interessen ihrer Kunden zu schützen, zu vertreten und gleichzeitig alle an einem Geschäftsvorgang beteiligten Parteien fair zu behandeln.

Artikel 9:
Kein JA-Immo Makler darf einen Verkäufer, einen Käufer, einen anderen Immobilienmakler oder eine an einem Geschäftsvorgang beteiligte Partei täuschen oder bei der Ausübung seiner Tätigkeit betrügerische Praktiken anwenden.

Artikel 10:
Kein JA-Immo Makler darf übertreiben, unzutreffende Aussagen machen oder einschlägige Tatsachen preisgeben, die sich auf eine Eigentumsübertragung beziehen. Er muss auf ihm bekannte Mängel hinweisen, die den Wert einer Immobilie oder ihre beabsichtigte Nutzung erheblich beeinträchtigen. JA-Immo Mitarbeiter sind allerdings nicht verpflichtet, verborgene Mängel an Immobilien aufzudecken oder in solchen Angelegenheiten zu beraten, die über ihre Sachkenntnis hinausgehen.

Artikel 11:
Alle JA-Immo Makler sind dazu angehalten, in ihrer Werbung oder in öffentlich gemachten Angaben zutreffende und genaue Informationen zu liefern und die Öffentlichkeit in keiner Weise zu täuschen.

Artikel 12:
Kein JA-Immo Makler soll für sich oder für ein Mitglied seiner Familie, seiner Firma oder deren Mitarbeiter oder einem Unternehmen, an dem er beteiligt ist, eine Immobilie erwerben, mit deren Verkauf oder Kauf er beauftragt ist, ohne dem Verkäufer seine wahre Position mitzuteilen. Beim Verkauf von Immobilien, die Eigentum des JA-Immo Maklers sind oder an denen er ein Eigentumsrecht besitzt, ist er dazu angehalten, dies dem Käufer mitzuteilen.

Artikel 13:
Kein JA-Immo Makler darf einem Kunden raten, sich einer Organisation oder einem Unternehmen zuzuwenden, an dem er über eine finanzielle Beteiligung verfügt, ohne dem Kunden zum Zeitpunkt der Empfehlung diese Beteiligung mitzuteilen.

Artikel 14:
Alle JA-Immo Makler sind dazu angehalten, ihren Kunden zu empfehlen, sich einen Rechtsberater zu nehmen, wenn das Interesse des Kunden dies erfordert.

Artikel 15:
Kein JA-Immo Makler darf einem Kunden wegen dessen Religionszugehörigkeit, Geschlecht, Hautfarbe, Behinderung, Familienstatus oder Herkunft berufliche Dienstleistungen verweigern. Kein JA-Immo Makler darf sich an Maßnahmen oder Vereinbarungen beteiligen, deren Zweck es ist, Personen aufgrund ihrer Religionszugehörigkeit, Geschlecht, Hautfarbe, Behinderung, Familienstatus oder Herkunft zu diskriminieren.

Artikel 16:
Jeder JA-Immo Makler ist dazu angehalten, mindestens ein solches Maß an kompetenten Dienstleistungen zu erbringen, wie es gewöhnlich von der Öffentlichkeit bei Geschäften mit einem Immobilienmakler erwartet wird. Kein JA-Immo Makler darf in solchen Angelegenheiten beraten, die über sein Fachwissen hinausgehen.

Artikel 17:
Jeder JA-Immo Makler, der im Käuferauftrag arbeitet, ist dazu angehalten, dies dem Immobilienmakler, der für den Verkäufer handelt, bei der ersten sich bietenden Möglichkeit anzuzeigen.

Artikel 18:
Hinsichtlich nicht gelisteter Immobilien sind JA-Immo Makler, die einen Käufer vertreten, dazu angehalten, ein solches Verhältnis dem Verkäufer bei der ersten sich bietenden Möglichkeit anzuzeigen.

Artikel 19:
Jeder JA-Immo Makler, der die Interessen eines Verkäufers vertritt, ist dazu angehalten, dieses Verhältnis bei der ersten sich bietenden Möglichkeit den Käufern anzuzeigen.

Artikel 20:
Bis zum Abschluss eines Geschäfts sind alle JA-Immo Makler dazu angehalten, dem Verkäufer alle Kaufangebote so schnell wie möglich und in einer objektiven und unvoreingenommenen Weise zukommen zu lassen.

Artikel 21:
JA-Immo Makler sind dazu angehalten, andere Immobilienmakler, die ein Gemein-schaftsgeschäft anstreben, zu informieren, wenn ein Kauf- bzw. Verkaufsangebot besteht.

Artikel 22:
JA-Immo Makler sollen keine Abreden treffen, wonach sie bei einem Geschäft von mehr als einer Partei Vergütungen erhalten, wenn nicht alle Parteien davon Kenntnis haben.

Artikel 23:
Der JA-Immo Makler garantiert im Fall der Bearbeitung eines Objektes durch mehrere Kollegen die Einhaltung der Grundsätze des fairen Wettbewerbs.
 
Artikel 24:
Kein JA-Immo Makler darf selbst werben oder gestatten, dass eine bei ihm angestellte oder auf andere Weise mit ihm verbundene Person für zum Verkauf stehende Immobilien wirbt, ohne mitzuteilen, dass dieses Geschäft vom JA-Immo  Immobilienbüro bearbeitet wird.

Artikel 25:
Schilder, die darauf hinweisen, dass eine Immobilie zum Verkauf, Vermietung, Leasen oder Tausch steht, dürfen nur mit der Zustimmung des Eigentümers von JA-Immo angebracht werden.

Artikel 26:
Nur wenn der JA-Immo Makler der beauftragte Immobilienmakler oder Verkäufer war, darf er angeben, die Immobilie "verkauft" zu haben, auch wenn der Verkauf durch die Mitwirkung eines anderen Immobilienmaklers zustande gekommen ist. Nach Abschluss des Geschäfts allerdings darf der beauftragte Immobilienmakler oder Verkäufer es den mitwirkenden Maklern oder Verkäufern nicht untersagen, ihre "Mitarbeit", "Beteiligung" oder "Unterstützung" an dem Geschäft anzuzeigen oder ähnliche Aussagen zu machen.

Artikel 27:
JA-Immo Makler haben, soweit möglich, dafür zu sorgen, dass bei Immobilien-geschäften alle finanziellen Verbindlichkeiten und Verpflichtungen zwischen Verkaufsmitarbeitern und deren Kunden sowie die Vereinbarungen der Parteien schriftlich festgehalten werden und dass die Vereinbarungen im übrigen auch den gesetzlichen Bestimmungen entsprechen.

Artikel 28:
Wenn eine an einem Geschäft beteiligte Partei eine Urkunde unterzeichnet oder abzeichnet, so haben JA-Immo Makler dafür zu sorgen, dass alle Parteien eine Abschrift der unterzeichneten oder abgezeichneten Urkunde erhalten.

Artikel 29:
Bei Gemeinschaftsgeschäften ist die gesamte Provision, die aufgrund eines Abschlusses zu zahlen ist, an das Büro zu leisten, für welches der Immobilienmakler arbeitet und nicht an den einzelnen Immobilienmakler.

Artikel 30:
Verhandlungen über eine Immobilie, für die ein Immobilienmakler den Alleinauftrag hat, sind mit diesem zu führen und nicht mit dem Eigentümer der Immobilie, es sei denn, dass der Immobilienmakler hierzu seine Zustimmung erteilt.

Artikel 31:
JA-Immo Makler, die im Alleinauftrag eines Verkäufers arbeiten, sind dazu angehalten, die Bedingungen der Zusammenarbeit in einem Vertrag verbindlich festzulegen. Mitarbeitende Immobilienmakler und Verkäufer können nicht davon ausgehen, dass ein Angebot der Mitarbeit auch eine Vergütung beinhaltet. Der beauftragte oder mitarbeitende Immobilienmakler oder Verkäufer muss sich, ehe die Immobilie zum Verkauf angeboten wird, auf eine Vergütung einigen.

Artikel 32:
Ein JA-Immo Makler, der von einem beauftragten Immobilienmakler Informationen erhält, dass eine bestimmte Immobilie zum Verkauf angeboten wird, darf weder diese Informationen ohne die Zustimmung des beauftragten Immobilienmaklers oder Verkäufers an einen dritten Immobilienmakler oder Verkäufer weitergeben, noch einem solchen die Mitarbeit anbieten.

Artikel 33:
JA-Immo Makler dürfen mit den Kunden von anderen Immobilienmaklern Kontakt aufnehmen, um eine andere Immobiliendienstleistung, die sich von der zu diesem Zeitpunkt von dem anderen Immobilienmakler erbrachten Dienstleistung unterscheidet, anzubieten oder um Verträge über eine solche Dienstleistung abzuschließen.

Artikel 34:
Kein JA-Immo Makler darf sich um einen Auftrag bemühen, wenn für die entsprechende Immobilie ein anderer Immobilienmakler bereits den Alleinauftrag hat. Durchaus kann sich ein JA-Immo Makler um einen solchen Auftrag bemühen, nachdem der ursprüngliche Auftrag abgelaufen ist. Darüber hinaus darf ein JA-Immo Makler Kontakt mit dem Verkäufer aufnehmen, um die Art und das Enddatum des Auftrages zu erfahren, wenn der beauftragte Immobilienmakler sich weigert, diese Daten mitzuteilen. Er kann die Vertragsbedingungen aushandeln, zu denen in Zukunft ein Auftrag abgewickelt wird, oder er kann einen Auftrag vereinbaren, der mit Ablauf des bestehenden Alleinauftrages wirksam wird.

Artikel 35:
Jeder JA-Immo Makler ist verpflichtet, sich persönlich oder telefonisch in seiner Eigenschaft als Immobilienmakler vorzustellen.
 
Artikel 36:
Kein JA-Immo Makler darf persönlich oder telefonisch Immobilieneigentümer als Kunden anwerben, von denen er weiß, dass sie bereits anderen Immobilienmaklern Alleinaufträge für den Verkauf gegeben haben.
Vor einem Auftrag haben JA-Immo Makler die ausdrückliche Verpflichtung festzustellen, ob für die betreffende Immobilie bereits anderweitig ein gültiger Alleinauftrag vorliegt.

Artikel 37:
JA-Immo Makler dürfen keine Post oder andere schriftliche Aufforderungen an Immobilieneigentümer versenden, die mit dem Verkauf ihrer Immobilien andere Immobilienmakler allein beauftragt haben, wenn diese Aufforderungen nicht zu einem allgemeinen Mailing gehören, sondern extra an Immobilieneigentümer versandt werden, die mit dem Verkauf ihrer Immobilien einen anderen Immobilienmakler allein beauftragt haben.

Artikel 38:
Jeder JA-Immo Makler ist verpflichtet, die Bonität des Käufers oder Mieters zu prüfen,
Der Verkäufer oder Vermieter ist von der Bonität in Kenntnis zu setzen.
Weiters ist er verpflichtet sich über vorhandene Förderungen, deren aushaftenden Saldo und über die Rückzahlungsvereinbarung zu informieren.
 
Artikel 39:
Jeder JA-Immo Makler ist verpflichtet, einen schriftlichen Vertrag über die Vermarktung der Immobilie zu erhalten.
In mündlichen Absprachen (Ausnahmen) ist der JA-Immo Makler verpflichtet, dem
Vertragspartner die besprochenen Punkte unverzüglich schriftlich zu bestätigen mit
dem Hinweis, dass er uns mit der Vermittlung der Immobilie beauftragt hat. 
 
Artikel 40:
Jeder JA-Immo Makler ist verpflichtet, die Angebotsanfragen innerhalb von 24 Stunden zu beantworten. Bei Verhinderung muss ein Maklerkollege damit beauftragt werden.
 
Artikel 41:
Nachweisbare Aus- und Weiterbildung
Jeder JA-Immo Makler ist verpflichtet eine fachspezifische Aus- bzw. Weiterbildung im Umfang von mindestens acht Stunden pro Jahr zu absolvieren. Diese Schulungsmaßnahmen können firmenintern oder extern erfolgen und sind einmal jährlich dem ÖVI-Büro in geeigneter Form zu dokumentieren.
 
Artikel 42:
Verstöße gegen den Ehrenkodex werden von JA-Immo in angemessener und gerechter Weise behandelt. Verstöße gegen den Ehrenkodex können gleichzeitig Verstöße gegen bestimmte vertragliche Abreden darstellen, welche die Trennung des JA-Immo Maklers von der JA-Immo Organisation zur Folge haben können. Die Bestimmungen des vorliegenden Ehrenkodex unterliegen jederzeit dem anwendbaren Recht. Steht eine Bestimmung des Ehrenkodex im Widerspruch zu geltendem Recht, so gilt das anwendbare Recht.
 
Artikel 43:
Der vorliegende Ehrenkodex kann von Zeit zu Zeit durch JA-Immo geändert werden. Mit der Zustimmung von JA-Immo kann dieser Ehrenkodex ebenfalls zur Verwendung in einer bestimmten Region geändert werden, damit er den Sitten und Gepflogenheiten der im Immobilienbereich Tätigen in dieser Region entspricht. Der Begriff "Ehrenkodex", wie er hierin verwendet wird, bezieht sich jeweils auf den Ehrenkodex von JA-Immo. 
 
Maßnahmen bei Verstößen gegen diesen Verhaltens- und Ehrenkodex
1.     Beispiele für Verstöße:
1.     Nichteinhalten von Regeln dieses Verhaltens- und Ehrenkodexes
2.     Weigerung, ein gerichtlich verhängtes Bußgeld zu zahlen
3.     Veruntreuung von Kundengeldern
4.     Unhöfliche, verletzende oder verzögerte Geschäftskorrespondenz
5.     Mangelnde Diskretion
6.     Nichtbeachten einer Aufforderung des Verbandes
7.     Vorstrafen (Verlust der Zuverlässigkeit)
8.     Gerichtliche Insolvenzverhängung
9.     Betrug bzw. Beihilfe zum Täuschungsversuch im Rahmen der Aufnahmeprüfung

2.     Falls ein Mitglied eines Verstoßes gegen dieses Regelwerk für schuldig befunden wird, können folgende Sanktionen ergriffen werden:
1.     Erteilung eines Verweises oder strengen Verweises.
2.     Aufforderung, sich zu verpflichten, das gegen diesen Verhaltens- und Ehrenkodex gerichtete Verhalten einzustellen und nicht
        zu wiederholen.
3.     Verhängen eines angemessen Bußgeldes zugunsten des Verbandes.
4.     Ausschluss aus dem Verband.

3.     Das erstinstanzliche Sanktionsorgan „Landeskommission“ hat folgende Befugnisse und Zusammensetzung:
1.     Dem Gremium gehören der jeweilige Landesbeauftragte, drei weitere Mitglieder des 
        jeweiligen Landesverbandes und ein beratendes Mitglied an. Ist ein Mitglied der
       „Landeskommission“ betroffen, wird dieses Mitglied durch ein Mitglied des Vorstandes
        ersetzt. Vorsitzender des Gremiums ist der Landesbeauftragte bzw. das beratende Mitglied.
        Schließlich steht dem Bundesvorstand jederzeit das Recht zu, an dieser „Landeskommission“ 
        teilzunehmen.
2.     Es ist zulässig, dass mehrere Landesverbände eine gemeinsame „Landeskommission“
        benennen.
3.     Die Beschlussfähigkeit des Gremiums ist mit der Anwesenheit von drei Mitgliedern gegeben.
4.     Sanktionsmaßnahmen können von dem Gremium mit einfacher Stimmenmehrheit verhängt
        werden.
5.     Das Gremium kann ein betroffenes Mitglied auffordern, sich persönlich zu erklären und notwendige Unterlagen vorzulegen.
6.     Die „Landeskommission“ kann auch bei Abwesenheit des betroffenen Mitgliedes urteilen.
7.     Das betroffene Mitglied kann sich vor der „Landeskommission“ durch einen Anwalt oder Berater vertreten lassen und Zeugen benennen.
8.     Die „Landeskommission“ kann die Sanktionsmaßnahmen IV., 2.1-2.3) verhängen oder den Fall an den Vorstand weiterleiten.
9.     Ein Einspruch gegen die Sanktionen ist möglich und muss innerhalb von 21 Tagen per Einschreiben mit Rückschein bei der Geschäftsstelle
        des Verbandes eingereicht werden.

4.     Die „Bundeskommission“ fungiert als zweite Instanz. Sie hat folgende Zusammensetzung und Befugnisse:
1.     Die „Bundeskommission“ besteht aus dem Vorstand, der mit mindestens 50 % der gewählten Vorstandsmitglieder und einem beratenden
        Mitglied vertreten sein muss. Dieses Mitglied darf nicht der betroffenen Landeskommission angehören. Ist ein Mitglied des Vorstandes
        betroffen, so ist dieses Mitglied vom Verfahren auszuschließen. Vorsitzender der „Bundeskommission“ ist der Präsident bzw. der 
        Vizepräsident.
2.     Die „Bundeskommission“ verfasst eine „Anhörungsgrundlage“.
3.     Die „Bundeskommission“ kann Sanktionsmaßnahmen nach IV., 2.1-2.4 verhängen.
4.     Die „Bundeskommission“ kann in jedem Fall die Veröffentlichung des Falles mit der Schilderung aller Sanktionen und Konsequenzen in
        einem verbandsinternen Mitteilungsblatt (z.B. „Perspektiven“), einer lokalen bzw. überregionalen Zeitung vorschlagen.
5.     Die „Bundeskommission“ darf keine Verhandlungskosten gegenüber dem Mitglied geltend machen, es aber zu einer Spende auffordern.
6.     Ein Einspruch gegen die Sanktionen ist möglich und muss innerhalb von 21 Tagen per Einschreiben mit Rückschein beim Vorsitzenden des
        Schiedsgerichtes bzw. der Geschäftsstelle des Verbandes eingereicht werden.
 
5.    Das Schiedsgericht hat die Aufgabe der letztinstanzlichen Berufskommission gemäß der bestehenden Schiedsgerichtsordnung
       wahrzunehmen.